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Innoloft & Euroforum Startup des Monats September: EH Group Engineering AG

26.08.2021EnergieBrennstoffzellen-TechnologieEH Group Engineering: Brennstoffzellentechnologie

Mit der Mission, eine dekarbonisierte Zukunft umzusetzen, arbeitet das Startup EH Group Engineering AG an Wasserstoff-Brennstoffzellen. Brennstoffzellen sind Geräte, die die chemische Energie eines Brennstoffs (meist Wasserstoff) durch eine elektrochemische Reaktion in Elektrizität umwandeln. Wir wollten mehr wissen und haben den Mitgründer Christopher Brandon für unsere monatliche Interviewreihe interviewt.

Hallo Christopher! Vielen Dank, dass du heute dieses Interview mit uns führst. Lass uns direkt beginnen: Wie würdest du die Mission von EH Group Engineering in einem Satz beschreiben?
Kompakte, kostengünstige Brennstoffzellen für eine dekarbonisierte Zukunft.

Ihr macht das mit eurer eigenen Brennstoffzellen-Technologie, was sind die Charakteristika eurer Brennstoffzellen?
Die einzigartig neu konzipierten Brennstoffzellen der EH Group bieten eine marktführende Leistungsdichte, die das 1,5-2-fache der führenden Wettbewerber beträgt. Darüber hinaus senkt unser innovativer Produktions- und Montageprozess ihre Kosten im Maßstab erheblich. Schließlich arbeitet unsere Brennstoffzellentechnologie mit minimalen Auswirkungen der Schwerkraft und in jeder Ausrichtung, was sie zu einem großartigen Kandidaten im Automobil-, Schifffahrts- und Luftfahrtsektor als Stromerzeuger macht.

Du hast bereits die führende Leistungsdichte erwähnt, als etwas, das eure Lösung von der Konkurrenz unterscheidet. Gibt es noch etwas, was euer Produkt von anderen abheben lässt?
Wir bieten zwei Dinge an, den Fuel Cell Stack (FC Stack) und das Fuel Cell System (FC System). Ersteres hat eine höhere Leistungsdichte. Es ist auch in der Lage, mit minimalen Auswirkungen der Schwerkraft und in jeder Orientierung zu arbeiten. Dadurch kann es in mobilen Anwendungen effektiver arbeiten und eröffnet den Weg für luftfahrtbezogene Anwendungen.

Unser innovativ gestalteter BZ-Stapel bedeutet, dass wir in der Lage sind, einige der Hilfskomponenten eines kompletten Brennstoffzellensystems konsequent zu eliminieren bzw. zu vereinfachen. Dies führt zu höheren Gesamtsystemwirkungsgraden, einer vereinfachten Systemarchitektur mit weniger Gesamtkomponenten und geringeren Kosten.

Außerdem gibt es einen großen Kostenvorteil: Der Markt für Brennstoffzellen liegt derzeit bei 1.000-1.200 EUR/kW.  Mit unserer Produktionsimplementierung der ersten Generation sollten wir auf unter 200 EUR/kW kommen, bei größeren Stückzahlen sogar auf unter 100 EUR/kW.

Unser FC-Stack hat eine inhärente Design-Skalierbarkeit, die es ermöglicht, ihn von kleinen 1kW-Anwendungen bis hin zu mobilen 100kW-Anwendungen und bis zu Multi-MW-Mikronetzen unter Verwendung derselben zugrunde liegenden Technologieplattform einzusetzen.

Wie habt ihr daraus ein erfolgreiches Geschäftsmodell gemacht?
Unser Geschäftsmodell konzentriert sich in erster Linie auf die Herstellung und den Direktvertrieb sowie auf gemeinsame Entwicklungsprojekte, bei denen unsere BZs in Kundenprodukte integriert werden. Unser Preismodell ist darauf ausgerichtet, die Kosten so niedrig wie möglich zu halten, um den weit verbreiteten Einsatz der BZ-Technologie zu beschleunigen, ihre betrieblichen Vorteile und ihre Sicherheit hervorzuheben, um so eine schnelle Skalierung zu erreichen.

Als wir über eure Technologie sprachen, sagtest du die Automobil-, Schifffahrts- und Luftfahrtbranche sei ein guter Fit für eure FC's. Könntest du eure Zielgruppen und die Situation in eurem Markt näher erläutern?
Angesichts der schnell näher rückenden Dekarbonisierungsziele gibt es in vielen Fällen (z. B. bei schweren Fahrzeugen) keine praktikable alternative technologische Lösung.  Wir glauben, dass wir den Markt maßgeblich beeinflussen können, indem wir deutliche Kostensenkungen und damit eine schnellere Industrialisierung der Technologie erreichen.

Unser Produktangebot kann in stationären Anwendungen wie Geschäfts- und Wohngebäuden, Rechenzentren, Telekommunikationstürmen, Krankenhäusern usw. eingesetzt werden.

Darüber hinaus wird unsere Technologie aufgrund ihrer Kompaktheit ein Spitzenkandidat für kommerzielle mobile/automobile Anwendungen (Busse, Lkw, Transporter, Gabelstapler, Züge, Fähren, Luftfahrt usw.) sein, bei denen Gewichts- und Volumenreduzierung zwei Schlüsselkriterien sind.  Der Schlüssel ist, sich auf Anwendungen zu konzentrieren, die Reichweite, umfangreiche Nutzung und Nutzlast erfordern und für die BZ-Technologie besser geeignet sind.

Der Markt beschleunigt sich rapide, da Wasserstoff im Green Deal der EU eine größere Bedeutung beigemessen wird, und der Einsatz sollte von 1 GW im Jahr 2019 auf über 3 GW im Jahr 2021 wachsen.

Wo steht ihr gerade mit der Entwicklung eurer Produkte und der gesamten EH Group?
Wir sind derzeit bei TRL6-7 und haben unsere Brennstoffzellenlösung in einer Vielzahl von Pilotprojekten sowohl in stationären als auch in mobilen Anwendungen eingesetzt – Microgrid-Projekte, Range-Extender für Elektrofahrzeuge, etc.  Wir haben derzeit drei Stack-Plattformen von 1-100kW, wobei eine größere bald zum Einsatz kommen wird.

Christopher, vielen Dank für dieses spannende Interview. Wir wünschen EH Group Engineering weiterhin viel Erfolg!

Wenn Ihr mehr über die EH Group Engineering AG erfahren möchtet, schaut euch ihr Profil im B2B-Netzwerk Innoloft an:


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